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Immer noch Saisonende ohne Puste…

Veröffentlicht von Moritz Reck am Mar 04 2018 um 7:46 PM

Bei der württembergischen Mannschaftsblitzmeisterschaft in Spraitbach wollte sich das Flaggschiff des TSV die Blitzkrone zurückholen, nachdem Titelverteidiger Deizisau kein Team stellen konnte, standen die Chancen dafür recht gut, doch am Vortag gab es einen herben Dämpfer: IM Jadranko Plenca war erkrankt, konnte die geplante Reise aus Kroatien nicht antreten und so kurzfristig gelang es auch nicht gleichwertigen Ersatz zu bekommen. Das Team um GM Marin Bosiocic, IM Julijan Plenca und Präsident Marcus Kübler wurde daraufhin an Brett 3 mit Moritz Reck aus Team 2 komplettiert, in dieser 4er Konstellation holte man bereits im Jahr 2015 überlegen den württembergischen Titel und schnitt auch bei den darauffolgenden deutschen Meisterschaften mit Platz 13 gut ab. So ging man trotz der Schwächung als leichter Favorit ins Rennen, im zweiten Team standen mit Jan Brunner und Tobias Kölle am Spitzenbrett unsere 2 Nachwuchstalente, dazu noch die ungarische internationale Meisterin Klara Varga und als Ersatz für Moritz sprang kurzfristig Christoph Steinhart ein. Neben Schönaich als letztjähriger Vize durften vor allem die letztmals Viertplatzierten Biberacher (hinter Schönaich 2 damals) sich Hoffnungen auf den Titel machen, dazu noch die stark eingeschätzten Teams mit 2.Ligaerfahrung aus Böblingen, Bebenhausen und Schmiden.

Nach dem Pflichtsieg mit 3:1 gegen das Team 2, bei dem Tobias mit einem Sieg gegen Marin aufhorchen ließ, setzte es gegen Langenau mit einem völlig unnötigen 2:2 gleich den ersten Dämpfer, neben 5 Pflichtsiegen setzte es auch noch ein 1:3 gegen Schmiden (zum Glück für lange Zeit die einzige Niederlage), so dass der erster 8ter Abschnitt definitiv als Fehlstart einzustufen war. Besonders bei Marcus lief mit 3/8 nichts zusammen, Marin und Julijan mit 7/8 und Moritz mit 6/8 konnten vom Einzelergebnis zufrieden sein. Nach der Pause stand direkt der erste Kracher mit dem Duell gegen Biberach an, Marcus verlor erneut, doch die anderen 3 konnten den 3:1 Sieg sicherstellen, womit das Team wieder auf Kurs war. Zwischen zwei starken 4:0 Siegen gegen die Verbandsligisten aus Feuerbach und Ludwigsburg gab es nach einem einzügigen Figureneinsteller von Moritz noch ein unnötiges aber verschmerzbares 2:2 gegen Ulm, die restlichen Spiele wurde trotz kurzer Schwächephase bei Moritz allesamt gewonnen, so dass man nach Runde 15 mit 26:4 Punkten gut im Rennen lag. Eine Runde war bis zur Pause allerdings noch zu gehen und das 2:2 gegen Gmünd war dann ein erneuter herber Dämpfer, da Gmünd nicht in bester Besetzung angetreten war und das ganze Turnier über im hinteren Bereich der Tabelle anzufinden war. In die zweite Pause ging es auf Platz 3 liegend, hinter Bebenhausen und Böblingen und vor Biberach. Marin zu diesem Zeitpunkt mit 15/16, Julijan 14/16, Moritz 9,5/16 und Marcus 9/16.

Nun stand das Team unter Zugzwang, im letzten Abschnitt musste gegen die beiden führenden Teams gepunktet werden und auch sonst durfte nicht mehr allzuviel abgegeben werden. Die Ambitionen des fünften Heilbronn nochmal vorne anzugreifen beendete Team Schönaich 2, die sich mit dem Sieg gegen Heilbronn ihren ersten Spitzenteamskalp sicherten. Leider musste Team 1 Heilbronn dafür ein 2:2 abtreten, im Anschluss das Duell mit den führenden Bebenhäusern. Julijan sorgte für die Führung, doch Marcus verlor und Marin und Moritz kamen über Remis nicht hinaus, so dass man sich die Punkte teilen musste. Mit 4 Siegen und 15/16 Brettpunkten brachte sich das Team aber wieder in Form und dann stand gegen Böblingen das entscheidende Match des Turniers an. Bebenhausen lag mit 41-5 auf Platz 1, Böblingen einen Punkt dahinter und Schönaich mit 39-7 nochmal einen. Der Gewinner konnte also für die Deutsche planen und sich auch noch gewisse Chancen auf den Titel ausrechnen, da Bebenhausen in der Schlussrunde noch gegen Biberach antreten musste. Julijan spielte remis und Marcus verlor, Marin lehnte daraufhin remis ab und versuchte für den Ausgleich zu sorgen und Moritz hatte mit Mehrfigur und Zeitvorteil bereits alle Trümpfe in seinen Händen. Doch Marin passierte ein Fehler und er verlor, so dass Moritz Sieg nur noch Ergebniskosmetik zur 1,5:2,5 Niederlage war. Böblingen verlor zum Abschluss noch gegen Schmiden, so dass am Ende nur 1 Punkt auf Platz 2 fehlte, mit 78,5-25,5 Brettpunkten hatte man zudem die beste Bilanz im ganzen Feld. Leider waren diese unglücklicher verteilt als bei der Konkurrenz, so dass es bei 2 Niederlagen und 5 Unentschieden in 26 Runden nur zu 43-9 Punkten reichte. Marin trug 22,5, Julijan 23, Moritz 17 und Marcus 16 Punkte zum Teamergebnis bei. Nach zwei durchschnittlichen Abschnitten legte das Team 2 im dritten richtig los und beendete das Turnier am Ende auf Rang 8 mit 31-21 Punkten. Eine sehr respektable Bilanz, außerdem wurde man erneut beste Zweitvertretung, was die Stärke in der Breite bei Schönaich verdeutlicht. Das Verpassen der Qualifikation zur Deutschen von Team 1 muss aber definitiv als bittere Niederlage gewertet werden, zum Ende dieser Saison ist der Motor bei Schönaich nach vielen erfolgreichen Jahren im Moment etwas ins Stocken geraten.

Darin reihte sich am Sonntag das Ergebnis im Verbandsliga Match von Schönaich 2 in Ludwigsburg nahtlos ein. Nachdem sich 3 Spieler des Teams im Bundesligakader festgespielt haben und aus Team 3 wegen des dortigen Meisterschaftsspiels kein Ersatz zu bekommen war, musste das Team die Aufgabe zu siebt antreten, doch mit GM Dimitrij Bunzmann und IM Julijan Plenca an den Spitzenbrettern fühlte man sich trotzdem gut gerüstet. Die beiden machten ihre Sache wie gewohnt souverän und drehten damit den Rückstand in eine Führung, doch leider verlor der bisherige Topscorer des Teams Jan Brunner seine erste Partie und auch Sebastian Fischer verdarb seine Gewinnstellung zur Niederlage, was die Wende zu Ungunsten der Schönaicher bedeutete. Tobias Kölle, Florian Schnadt und Christoph Steinhart kamen allesamt nicht über ein Remis hinaus, so dass am Ende eine knappe und sehr bittere 3,5-4,5 Niederlage stand. Diese beendet gleichzeitig die knapp 4 Jahre währende ungeschlagen Serie des Team Schönaich 2, ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, da dadurch das erklärte Ziel, die Meisterschaft und der damit verbundene Oberligaaufstieg (wäre der 4. in Folge), in weite Ferne rückt. Zumindest hat man es nicht mehr in der eigenen Hand, die bisher verlustpunktfreien Sontheimer, die eine wirklich beeindruckende Saison spielen, noch zu überholen. Bei 4 Punkten Rückstand und 2 ausstehenden Spielen glauben nur noch echte Optimisten an den Titel, obwohl eines der beiden Spiele immerhin das direkte Duell ist, im anderen Spiel wäre Schützenhilfe von Ligafavorit Spraitbach von Nöten, die punktgleich mit Schönaich nun auch selbst wieder eine Minimalchance auf den Titel haben.

Zuletzt geändert am: Mar 04 2018 um 7:46 PM


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