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3. Mannschaft erreicht gegen Schwaikheim ein 4:4 Unentschieden

Veröffentlicht von Christoph Steinhart am Mar 10 2019 um 6:27 PM

Am Sonntag, den 10. März 2019, ging es zum Auswärtsspiel gegen Schwaikheim. Es sollte die beste Mannschaftsleistung der Saison werden. Aufgrund verschiedener Spielerausfälle konnte die 3. Schönaicher Mannschaft nur sechs statt acht Spieler aufstellen und diese waren im Schnitt etwa gleich gut wie die Gegner (genauer nur 28 DWZ-Punkte besser). Die Erwartung war, dass die Schönaicher Rumpfmannschaft mit einer 5:3 Niederlage nach Hause fahren sollte.

Der Mannschaftskampf begann also mit einem 2:0 für Schwaikheim. Manfred verkürzte auf 2:1, der durch druckvolles Spiel seinem lang nachdenkenden Gegner erst einen Bauern und im Endspiel auch seinen vollen Punkt abnahm. Timo hatte die schwerste Aufgabe: Er kämpfte mit Schwarz gegen einen um über 200 Punkte stärkeren Gegner, stand sehr bedenklich, hatte eine schlechtere Bauernstruktur, aber erreichte eine wertvolle Punkteteilung. Zu diesem Zeitpunkt lag doch eine kleine Sensation in der Luft, denn die ersten drei spielenden Bretter standen alle für Schönaich besser und Jürgen hatte gegen seinen gleichguten Gegner, welcher ebenfalls jedoch viel Zeit verbrauchte, eine Remisstellung. Prognose, vielleicht doch ein 5:3 Sieg für Schönaich?!

Oliver verwertete seine Partie, in der die ganze Zeit besser stand, letztendlich mit einem Mehrbauern im Turmendspiel doch nicht. Dafür freute sich Jürgen infolge eines Zeitnotfehlers des Gegners über seinen Sieg. Zwischenstand 3:3. Christophs Partie war die letzte vor der Zeitkontrolle. Ein gegnerischer Fehler in der Französischen Eröffnung – er gab ein Tempo für den vermeintlichen Vorteil des Läuferpaares – reichte Christoph, um die ganze Partie konsequent Druck zu erzeugen und den Gegner vor immer größere Probleme zu stellen. Am Ende opferte Christoph eine Dame für Turm, Springer sowie Läufer und setzte den König in der Brettmitte matt.

Nur noch eine Partie lief und diese sollte für Schönaich, die Belohnung für eine außergewöhnliche Mannschaftsleistung sein. Philipp dominierte die ganze Zeit die Stellung seines Gegners, z.B. durch König F1 in der Botwinnik-Eröffnung konnte dieser nicht mehr rochieren. Trotz guter, ja sogar auf Gewinn stehender Stellung bot Philipp im Sinne des Mannschaftssieges remis an. Aber sein  nach DWZ schlechterer Gegner stellte sein persönliches Resultat unter das seiner Mannschaft und spielte trotz schlechterer Stellung sowie über 20 Minuten weniger Bedenkzeit weiter. Gut, dachten alle, dann dauert es halt noch ein wenig länger, wahrscheinlich wird sich dann doch Philipp durchsetzen oder notfalls ist es schlussendlich eben remis. Jedoch, der gegnerische Läufer zeigte Philipps Springer auf, dass er seine Freibauern auf beiden Flügeln kraftvoll und geschickt zum Gewinn unterstützte.

Damit endete ein interessanter Mannschaftskampf mit unterschiedlichen Spielmomenten remis. Für die 3. Mannschaft ist vor allem die Erfahrung wichtig, dass man auch Mannschaftsspiele nicht verlieren kann, in denen man nicht, wie alle Spielen der gesamten Saison davor, der Favorit war, sondern der Außenseiter ist. Mit dieser Erkenntnis und nach diesem Erlebnis erwartet die 3. Mannschaft, dann hoffentlich vollzählig, am 24. März die Gäste der ersten Mannschaft von Vaihingen-Rohr.

 

Zuletzt geändert am: Mar 10 2019 um 6:42 PM


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